Europäische Ratingagentur. Objektiv, transparent und unabhängig.
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Banken

Creditreform Rating bietet neben klassischen Unternehmens- und Emissionsratings, weltweit Ratings über Banken sowie deren Emissionen gedeckter und ungedeckter Schuldverschreibungen an.

Auftraggeber der Ratings sind sowohl die betreffenden Banken selbst, als auch Investoren. Sie nutzen unsere Ratings und lassen Anlageportfolien oder Emittenten von unseren qualifizierten Analysten beurteilen. Darüber hinaus erstellen wir auch unbeauftragte Bankenratings.

Was ist ein Bankrating?

Das Bankrating von Creditreform Rating beruht auf der grundsätzlichen Frage nach der Bonität des Institutes und inwieweit die Bank zukünftig ihre vertraglichen Verpflichtungen aus Finanzierungsinstrumenten vollständig und fristgerecht erfüllen kann – kurzfristig im Short-Term-, langfristig im Long-Term Issuer Rating. Entscheidend für die Schuldendienstfähigkeit ist in erster Linie die intrinsische Finanzkraft bzw. die „Stand-Alone“-Fähigkeit einer Bank. Die Bank muss danach in der Lage sein, in ihrem Marktumfeld zukünftig Überschüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erzielen und stets über eine ausreichende Liquidität zu verfügen. Diese Fähigkeit zu bestimmen, bildet einen Schwerpunkt der Analyse. Darauf aufbauend sowie unter Berücksichtigung möglicher weiterer Kreditrisiken, wird analysiert, inwieweit mögliche Unterstützungsfaktoren Dritter das „Stand–Alone“ Rating noch beeinflussen können. Aus dem Gesamt-Analyseergebnis wird dann das finale Issuer Rating für eine spezifische Bank hergeleitet.

Wie werden Pfandbriefe beurteilt?

Das Rating von Pfandbriefen und ähnlich strukturierten gedeckten Anleihen, beinhaltet quantitative und qualitative Analysemethoden. Basis des Pfandbriefratings ist die Analyse des Emittenten. Der Schutzgrad, der durch gesetzliche und regulatorische Maßnahmen gewährleistet wird, spiegelt sich in dem „Primary Uplift“, von bis zu sechs Notches über dem Emittentenrating wider. Verwendet wird ein Bewertungssystem, um die Stärken und Schwächen des jeweils relevanten Rechtsrahmens in Bezug auf strukturelle Risiken und Wirksamkeit bei der Minderung von Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken zu ermitteln. Danach wird die Qualität der Sicherheiten und des Deckungsstocks überprüft und ein „Secondary Uplift“ von bis zu drei Notches, die dem „Primary Uplift“ hinzugefügt werden, bestimmt. Die Ratingstufen und die damit verbundenen Stressfaktoren und Multiplikatoren, die für die Beurteilung des Kredit- und Portfoliorisikos sowie unseres Cashflow-Modells relevant sind, werden im Verhältnis zum intermediären Covered-Bond-Rating einschließlich des Primary Uplifts festgelegt.

Das endgültige Rating beinhaltet und berücksichtigt unsere Einschätzung der für die Transaktion relevanten Gegenparteirisiken und unterliegt, wie alle unsere Ratings, der Entscheidung eines Ratingkomitees, dem die Analysten die Ergebnisse des Ratingprozesses präsentieren.

Wie werden Bankkapital und unbesicherte Bankemissionen beurteilt?

Ratings von Bankkapital und unbesicherten Schuldscheinen (Bank Capital Rating und Unsecured Debt Instruments Rating) sind modular aufgebaut. Sie basieren auf dem Long-Term Issuer Rating der betreffenden Bank. Darauf aufbauend werden zusätzliche Kriterien beachtet, die jeweils zu einer Auf- oder Abwertung einer bestimmten Instrumentenklasse führen können. Im Wesentlichen sind dies Faktoren wie die Bail-in-Kaskade nach BRRD (Bank Recovery and Resolution Directive), die Art der Instrumentenklasse sowie die Struktur der Passivseite. Bei einem Bankenrating kann gleichzeitig auch ein Rating für Bank Capital und Unsecured Debt Instruments erstellt werden, wahlweise auch für bestimmte Emissionen.